Formeln für die Praxis


                                                                                      Formeln für Teleskop Berechnungen


Ich zeige ein paar Formeln auf, die für die Praxis mit dem Teleskop sehr hilfreich sein können. Sie gelten als Faustregel und Grundlage, können jedoch beeinflusst werden durch Seeing und andere Störfaktoren am nächtlichen Himmel. 

 

- Öffnungsverhältnis = Brennweite ( in mm ) / Durchmesser ( in mm )

 

- Vergrösserung = Teleskopbrennweite ( in mm ) / Okularbrennweite ( in mm )

 

- Austrittspupille = Öffnung ( in mm ) / Vergrösserung ( in mm )

 Die Austrittspupille beträgt maximal 7 mm. Im Alter nimmt diese ab. Eine grössere Austrittspupille kann nicht genutzt    werden und ist somit nicht sinnvoll.

 

- Öffnungszahl / Öffnungsverhältnis = Brennweite / Öffnung ( auch hier in mm )

 

- Lichtsammelvermögen = Öffnung * Öffnung ( mm ) / 49 ( 7 mm* 7 mm Pupillendurchmesser )

Lichtsammelvermögen gibt an, wieviel stärker das Teleskop Licht sammelt als das Auge, mit einem Pupillendurchmesser von 7 mm.

Mein Newton hat z.B. eine Öffnung von 250mm. Hat also das ( 250*250 /49)  1275 - fache Lichtsammelvermögen des menschlichen Auges, bei einem Pupillendurchmesser von 7 mm.

 

- Minimale sinnvolle Vergrösserung / Vmin = Objektivöffnung (in mm) / 7 mm

Da das adaptierte Auge im Dunkeln einen Pupillendurchmesser von 7 mm hat, macht es keinen Sinn eine geringere Vergrösserung zu wählen. Es würden Lichtinformationen verloren gehen, da unsere Pupille wie eine Blende wirkt.

 

- Maximale sinnvolle Vergrösserung / Vmax = Objektivöffnung ( in mm )* 2 , reicht vollkommen.                                               Hier ist es so, dass eine zu hohe gewählte Vergrösserung die Objekte unscharf erscheinen lässt. Sehr gut zu beobachten kann man das bei Planeten. Die Details, z.B. die Cassini Teilung  oder die Wolkenbänder von Jupiter, werden schwammig. Das Wabern, die Luftunruhe wenn, sich die kalten und warmen Luftschichten überlagern. Man nennt es auch, wie schon oben erwähnt, Seeing.

 

Sie werden mit der Zeit schon merken, welches Okular für welches Objekt geeignet ist.